"Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst."
Mahatma Gandhi

 

Interkulturelle Mediation ...

Als Arbeitskreis Interkulturelle Mediation ist uns eine interkulturelle Perspektive besonders wichtig:

Wir beschäftigen uns intensiv mit den Herausforderungen interkultureller Mediation. Dabei folgen wir dem - eher weitgefassten - Kulturbegriff des Bundesverbandes Mediation, der davon ausgeht, dass Kulturen durch Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppenentstehen und durch die vermehrte Kommunikation innerhalb dieser bestimmten Gruppen gegenüber der Kommunikation mit Nicht-Mitgliedern. So bilden sich Sprachformen, gemeinsame Verhaltensweisen, Werte und Normen. "Diese gemeinsamen Formen müssen nicht notwendigerweise explizit diskutiert, vereinbart und festgehalten werden. Sie sind häufig nur den Insidern bekannt, ja, sie sind gerade die Merkmale, an denen Insider erkannt werden können bzw. an deren Fehlen die Outsider identifiziert werden können. Oft geht es dabei nur um die Feststellung, ob jemand "dazugehört" oder nicht." (Bundesverband Mediation).

Die Prägung durch die unterschiedlichen Kulturen, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens angehört, ist unterschiedlich stark. Die Stärke wird im Allgemeinen gesteigert durch einen frühen Eintritt (Lebensalter), durch die Dauer und durch die Unausweichlichkeit der Zugehörigkeit. Ein weiterer Faktor ist die subjektive Bedeutung, welche der Gruppenzugehörigkeit gegeben wird. Es ist also keine Voraussetzung für die Zugehörigkeit zu einer Kultur, ob man sie bewusst gewählt haben oder sich ihrer wirklich bewusst zu sein. Die Mehrzahl solcher Zugehörigkeiten ist den Mitgliedern nicht bewusst. Die damit zusammenhängenden, übernommenen Werte sind es meist auch nicht.

Interkulturelle Mediation trägt hier in erster Linie zur Verständigung und zum gegenseitigen Verstehen bei. In unterschiedlichen Kulturen drücken sich Konflikt unterschiedlich aus, was den Beteiligten den Umgang schwerer machen, ohne dass sie genau wissen, warum: Sitten, Sprache, Gebräuche, Traditionen, Zeitgefühl, Ehrgefühl, Hierarchien und Entscheidungsgepflogenheiten sind stark durch kulturelle Identität geprägt. Aus dem gelebten Identitätsgefühl entspringen spezifische Bedürfnisse,

Wahrnehmungen und Sichtweisen, die mit den jeweils eigenen Sichtweisen häufig nicht übereinstimmen (in Anlehnung an Bundesverband Mediation).

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Wenn Sie sich noch intensiver mit der Interkulturellen Mediation beschäftigen möchten, finden Sie hier einen weiterführenden Artikel (pdf 92 kb) von Prof. Dr. Dr. Claude-Hélène Mayer.

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